Kolonkarzinom (Darmkrebs)

Das Kolonkarzinom ist eine bösartige Tumorerkrankung des Dickdarms, die in der Regel aus gutartige Polypen (Adenomen) entsteht, die sich im Laufe der Zeit zu Krebs entwickeln können. Es betrifft vor allem Menschen über 50 Jahre. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Weltweit ist das Kolonkarzinom die dritthäufigste Krebsart. Jährlich erkranken rund 1,9 Millionen Menschen daran. In Österreich werden pro Jahr knapp 5000 neue Fälle diagnostiziert, und es sterben etwa 2.500 Menschen an dieser Erkrankung.

Die Trends sind aber gut. Die Inzidenz ist in den letzten Jahren leicht rückläufig, was auf Vorsorgeprogramme (Darmspiegelung, Stuhltests) zurückgeführt wird. Die Sterblichkeit sinkt aufgrund besserer Früherkennung und Entwicklung von besseren Therapien.

Um die Diagnose Kolonkarzinom festzustellen, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt:

  • Koloskopie mit Biopsie (Goldstandard)

  • Stuhltests auf okkultes Blut (FIT-Test)

  • Bildgebende Verfahren (CT, MRT, Ultraschall)

  • Tumormarker (z. B. CA19-9, CEA) meistens zur Verlaufskontrolle

Hauptsächlich mit den oben genannten diagnostischen Verfahren wird die Diagnose Krebs gesichert. Ebenso wichtig ist jedoch die Bestimmung des Tumorstadiums. Die Stadieneinteilung des Kolonkarzinoms erfolgt nach einem einheitlichen System (TNM-System), das die Infiltrationstiefe in die Darmwand, den Lymphknotenbefall und das Vorhandensein von Fernmetastasen genau beschreibt.

Die Behandlung richtet sich nach dem Tumorstadium

  • Chirurgische Resektion: Standardtherapie bei lokalisierten Tumoren. In den meisten Fällen wird der betroffene Darmabschnitt mit hinzuführende Gefäße und dazugehörende Lymphknoten entfernt ( Hemikolektomie, Rektumrezektion)

  • Chemotherapie: Wird bei fortgeschrittenen Stadien eingesetzt . Diese kann nach der chirurgischen Behandlung (adjuvant) verabreicht werden um verbleibende Krebszellen zu zerstören oder vor der chirurgischen Behandlung (neoadjuvant) zum vermindern des Tumorstadiums.

  • Strahlentherapie: Vor allem bei Rektumkarzinomen

  • Targeted Therapy & Immuntherapie: Bei metastasierten Erkrankungen.

Kann man Darmkrebs vorbeugen?

Ja! Am Vordergrung steht eine gesunde Ernährung. Übergewicht vermeiden und die regelmäßige Bewegung, senkt deutlich das Risiko. Der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum können das Risiko auch senken. Ab dem 50.

Lebensjahr (bei familiärer Vorbelastung früher) sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wie die Koloskopie wahrgenommen werden. Früh erkannter Darmkrebs ist gut behandelbar, und die Heilungschancen sind hoch.

Wie sind die Überlebenschancen?

Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Im frühen Stadium liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei über 90 %. Hat der Krebs bereits gestreut, sinkt die Überlebensrate auf unter 15 %.

Falls Sie weitere Fragen haben oder eine genauere Einschätzung wünschen, Vereinbaren Sie einen Beratungstermin in unserer Ordination – wir helfen Ihnen gerne weiter!

Eine frühzeitige Diagnose kann Leben retten!

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