Was sind Hauttumoren?

Hauttumoren sind Wucherungen der Haut, die gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein können. Sie entstehen durch unkontrolliertes Wachstum von Hautzellen, oft aufgrund von UV-Strahlung, genetischer Veranlagung oder anderen Risikofaktoren. Häufige Arten von Hauttumoren:
  1. Gutartige Tumoren:
    • Muttermale (Nävus) – meist harmlos, sollten aber beobachtet werden.
    • Fibrome – kleine, weiche Knötchen aus Bindegewebe.
    • Seborrhoische Keratosen („Alterswarzen“) – bräunliche, warzenartige Wucherungen.
  2. Bösartige Tumoren (Hautkrebs):
    • Basalzellkarzinom (BCC) – langsam wachsend, selten streuend.
    • Plattenepithelkarzinom (SCC) – aggressiver als BCC, kann metastasieren.
    • Malignes Melanom – der gefährlichste Hautkrebs, kann früh streuen.
Woran erkenne ich einen gefährlichen Hauttumor? ABCDE-Regel für Muttermale & Melanome:
  • Asymmetrie – ungleichmäßige Form.
  • Begrenzung – unscharfe, gezackte Ränder.
  • Color – unterschiedliche Farben (schwarz, braun, rot, weiß).
  • Durchmesser – größer als 5 mm.
  • Evolution – Veränderung über Wochen/Monate.
Weitere Warnzeichen:
  • Juckreiz, Bluten, Schmerzen.
  • Schnell wachsende, neue Hautveränderungen.
  • Nicht heilende Wunden.
Ursachen & Risikofaktoren
  • UV-Strahlung (Sonnenbrand, Solarium).
  • Helle Haut, Sommersprossen.
  • Viele Muttermale (> 50).
  • Familiäre Vorbelastung (Melanome in der Familie).
  • Geschwächtes Immunsystem.
Diagnose: Wie wird ein Hauttumor untersucht?
  1. Klinische Begutachtung – Dermatoskopie .
  2. Biopsie – Entnahme einer Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung.
  3. Bildgebung (bei Verdacht auf Streuung) – Ultraschall, CT, MRT.
Behandlung: Was tun bei einem Hauttumor? 1. Gutartige Tumoren
  • Meist keine Behandlung nötig.
  • Bei störenden Tumoren: chirurgische Entfernung, Laser oder Vereisung (Kryotherapie).
2. Bösartige Tumoren (Hautkrebs)
  • Operative Entfernung – mit Sicherheitsabstand (Standardtherapie).
  • Strahlentherapie – bei inoperablen Tumoren.
  • Immuntherapie/Zielgerichtete Therapie – bei fortgeschrittenem Melanom.
Vorbeugung: So schützen Sie sich
  • UV-Schutz: Sonnencreme (LSF 50+), lange Kleidung, Schatten.
  • Selbstkontrolle: Regelmäßige Hautchecks nach der ABCDE-Regel.
  • Hautkrebsscreening: Ab 35 Jahren alle 2 Jahre (Kassenleistung).
Wann zum Arzt? Suchen Sie umgehend einen Hautarzt (Dermatologen) auf, wenn:
  • Ein Muttermal plötzlich wächst, juckt oder blutet.
  • Sie eine neue, auffällige Hautveränderung bemerken.
Haben Sie eine verdächtige Hautveränderung? Vereinbaren Sie einen Termin zur operative Entfernung! Vor der operativen Entfernung von Hauttumoren in meiner Praxis ist eine Begutachtung durch den Hautarzt (Dermatologen) sowie eine Überweisung durch diesen unbedingt erforderlich.